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Kunst und Kultur DER VERLAG mit 3 U



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Groß-Klein – Der
DDR-Militärstrafvollzug in Schwedt lässt Paul Brauhnert nicht
los. Kein Wunder: Mehrere Monate musste er den harten Drill in der
einzigen Haftanstalt für NVA-Soldaten erleiden. Der Rostocker
arbeitet diese Zeit, die ihn bis heute prägt, seit Jahren
literarisch auf. Bisher erschienen die beiden Romane „Sag dein letztes
Gebet“ und „Black Box Komantschenmond“ sowie das Sachbuch „Tiere in
Menschengestalt“. Daraus liest der Autor am 2. November um 15 Uhr im
Bürgerhaus Groß Klein, Gerüstbauerring 28. Zurzeit
schreibt Paul Brauhnert an seinem vierten Buch über den „Mythos
Schwedt“. Darin werden Zeitzeugen über ihre Inhaftierung im
berüchtigten NVA-Strafbataillon, der sogenannten
Disziplinareinheit, berichten. „In dieser Strafeinheit sind
SoldatenundUnteroffiziere für eine Dauer von bis zu drei Monaten
im Sinne des sozialistischen Soldatenseins umerzogen worden
– und das ohne Gerichtsurteil“, erklärt der Autor. Die bestraften NVA-Angehörigen
seien noch gebraucht worden für die Verteidigung der
sozialistischen Ideale ... ARTIKEL GEHT WEITER.
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Vor genau 21 Jahren ist das Militärgefängnis Schwedt geschlossen worden. Auf einem Symposium an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt diskutieren Historiker und Zeitzeugen über den Mythos des einzigen Armeeknastes in der DDR.
Etwa 6.000 Gefangene sind durch den berüchtigten Schwedter Armeeknast gegangen - auch Paul Brauhnert. Er war dort vor 28 Jahren für drei Monate Häftling. Zuvor hatte ihn ein Militärstrafgericht zu zwei Jahren Gefängnis wegen Vorbereitung zur Republikflucht verurteilt. Eine außerordentlich bittere Zeit, die er in seinem Buch "Tiere in Menschengestalt" nun verarbeitet hat. BRANDENBURG AKTUELL trifft den Autor auf dem ehemaligen Gefängnis-Gelände

ARTIKEL aus der Märkischen Allgemeinen, vom 28.5.2011. QUELLE:
www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12095215/1174144/Mythos-hinter-Stacheldraht.html
Er passiert die Tür mit der 228, die mit der 227. Brauhnert wandert durch eine Unterkunft des Armeeknasts Schwedt, durch das berüchtigte DDR-Militärstraflager. Zum ersten Mal seit 1983. Vieles erinnert ihn hier an die Baracke, in der er lebte, als er noch Gefangener war. >>WEITERLESEN>>

ARTIKEL aus der Märkischen
Oder-Zeitung vom 21.5.2011.

ARTIKEL aus der Ostsee-Zeitung, vom
20.5.2011.

Schwedt (moz) Am Donnerstag um 18 Uhr wird der Rostocker Maler und Buchautor Paul Brauhnert im Stadtmuseum Schwedt aus seinem kürzlich im Kuuuk Verlag erschienenen Buch „Tiere in Menschengestalt“ lesen.
Brauhnert, der sich selber als Autodidakt bezeichnet, wurde 1963 in Rostock geboren. Anfang der Achtziger Jahre wird er zum Grundwehrdienst eingezogen und kurze Zeit später von der Stasi wegen versuchter Republikflucht verhaftet. Nach fünf Monaten Untersuchungshaft wird er schließlich 1983 vom Militärgericht Rostock zu 24 Monaten Strafvollzug verurteilt.
Seine Haftstrafe musste Brauhnert zunächst im Militärstrafvollzug der NVA in Schwedt, später dann im zivilen Straflager in Schkeuditz absitzen. In seinem ersten Buch „Sag dein letztes Gebet“ hatte Brauhnert bereits seine Geschichte in ernste, aber humorvolle Episoden rund um den Alltag in der DDR verpackt. In seinem neuen Buch nimmt Brauhnert seine Leser erneut mit auf eine Zeitreise in die Achtziger Jahre. Durch den Protagonisten Axis Mundi berichtet er, wie er damals als 19-Jähriger den Haftalltag als Strafgefangener in Schwedt erlebt hat. Zugleich ist das Buch ein eindrückliches Dokument des Strafvollzugs in der DDR. Brauhnert will nach eigenen Aussagen in dem Buch „mit alten Gerüchten abrechnen“ und dabei „die eiskalt berechneten Facetten des Funktionsprinzips der DDR-Haft“ aufzeigen.
Das sorgfältig recherchierte Buch ist mit zahlreichen Zeitdokumenten und eigenen Illustrationen versehen. Den Leser erwartet neben amüsanten und aufrüttelnden Episoden, eine kritische Auseinandersetzung mit dem Strafvollzug in der DDR.
Die MOZ verlost zwei Exemplare des Buches. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, senden Sie bitte bis morgen eine E-mail an schwedt-red@moz.de unter dem Stichwort: „Tiere in Menschengestalt“.

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Uckermarker
Zeitung / Templiner Kurier
Artikel vom 13.05.2011 Ehemaliger Inhaftierter erinnert sich Schwedt (UK). "Tiere in Menschengestalt" heißt das Buch von Paul Brauhnert, in dem er seine Haft vor 28 Jahren im Militärstrafvollzug der NVA in Schwedt verarbeitet. Am Donnerstag, dem 19. Mai, wird er im Stadtmuseum Schwedt ab 18 Uhr daraus lesen. Sein Buch befasst sich mit dem Haftalltag. Beginnend mit der Verurteilung am Rostocker Militärgericht bis hin zur unehrenhaften Entlassung gibt es auf 192 Seiten Einsichten und Ansichten wieder, die an einem damals erschaffenen Mythos zu rütteln wagen. Brauhnert rechnet mit alten Gerüchten ab, vergisst dabei aber nicht, die eiskalt berechneten Facetten des "Funktionsprinzips" der DDR-Haft aufzuzeichnen und von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Das ausgiebig recherchierte Buch, in dem der Autor - als Person Axis Mundi - den zu einer Geschichte geformten Erlebnisbericht durchlebt, ist zusätzlich mit zahlreichen Illustrationen, Quellen und Dokumenten über den Militärstrafvollzug versehen. Paul Brauhnert hat ausschließlich Erlebnisse wiedergegeben, an die er sich erinnern kann. Vor allen Dingen erzählt er von bestraften Soldaten und Unteroffizieren einer Verteidigungsarmee, die sich mit unverhältnismäßig hohen Haftstrafen durch den Irrsinn von Schwedt kämpfen mussten. Und er berichtet von einer Suche, der Suche nach einem Mythos und dessen Daseinsberechtigung. Paul Brauhnert, geboren 1963, ist in Rostock als Maler und Buchautor tätig. Er ist nicht nur ein guter Beobachter im Schreiben, sondern auch in Bildern. Das Zeichnen hat er sich ebenso selbst beigebracht wie die Literatur. |

So auch der NDR demnächst in seiner Rubrik „Zeitreise“. Zeitzeuge Paul Brauhnert erzählt darin an dem Originalschauplatz noch einmal von seinen Erlebnissen im Militärgefängnis. Seine Erfahrungen hat er in einem Buch verarbeitete, das 2009 erschien. („Sag dein letztes Gebet“, Books on Demand). Er erzählt darin, wie er als junger Mann in den achtziger Jahren beim Grundwehrdienst von der Stasi verhaftet wurde. Nach fünf Monaten U-Haft wird er vom Militärgericht Rostock zu zwei Jahren Militärstrafvollzug Schwedt verurteilt. Später wird er in das Straflager Schkeuditz gebracht, wo er den Rest der Strafe verbüßt. Beim jetzigen Dreh im Schwedter Militärgefängnis hatte Paul Brauhnert, der mit seinem Sohn Erik kam, erst einmal einige Schwierigkeiten, sich zu orientieren: „Vieles ist inzwischen verblasst“, sagte er.
„Ich habe das Buch gelesen und bin so auf die Idee gekommen“, erzählt Autor Dieter Bub von der Berliner Produktionsfirma „In Media Europe“, der mit Brauhnert in Schwedt drehte.
Dokumentation am 20. März 2011, „Zeitreise“ im NDR Nordmagazin, 19.30 bis 20.00 Uhr, NDR Fernsehen

Kann man im
Zeitalter von SMS und facebook, von Megaevents und
ständigem
Unterwegssein noch in aller Stille an einem Schreibtisch sitzen und
stunden-, ja tagelang am letzten Schliff eines langsam entstehenden
Textes arbeiten? Natürlich kann man. Diese Form der
schöpferischen Auseinandersetzung mit Lyrik wird wohl immer ihre
Gültigkeit behalten. Die meisten Autoren werden auch weiterhin
genau so und nicht anders vorgehen. Es geht ja auch immer um
Genauigkeit, Wahrhaftigkeit. Doch das vorliegende Werk von Walter von
der Klausens bemüht sich offenbar um einen ganz anderen Zugang. Es
setzt auf die Intuition des Moments. Mit seinen 124 LIVE-Gedichten, die
spontan bei allen möglichen sportlichen, kulturellen und
soziopolitischen Veranstaltungen oder auch unterwegs auf Reisen
entstehen, übers Knie gekrümmt notiert oder gleich ins Netz
getwittert werden, dokumentiert der in Königswinter bei Bonn
lebende Autor eine dem traditionellen Entstehungsprozess von Lyrik
entgegengesetzte Art zu arbeiten, die die Schnelllebigkeit unserer
Epoche aufnimmt und sich programmatisch zu eigen macht. BITTE HIER WEITERLESEN>> QUELLE:
http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/124livegedichte-r.htm
QUELLE: Amper Kurier 6./7.11.2010 www.amper-kurier.de
Tiefsinnig und turbulent
Kurzweilig: Ulrike Weinhart von espressivo liest „Im Inneren des Wals".
Fürstenfeldbruck -
Weitgereist
sind sie. Für ihr Gastspiel in der Stadtbibliothek hatten sich die
Autoren der Gruppe espressivo aus ganz Deutschland, von Hamburg bis
Rheinfelden, auf den Weg gemacht. Mehr als 40 Gäste lauschten auf
der ausverkauften Veranstaltung bei Croissants, Kaffee und
Orangensaft dem kurzweiligen wie vielfältigen
Kurzgeschichten-Programm.
Im
Rahmen der Fürstenfeldbrucker Kulturtage hatte die Bibliothek die
Autorengruppe eingeladen, ihre Geschichten zu lesen. „Der
Begriff 'espressivo' steht in der Musik für besonders
ausdrucksvolle Passagen", erklärt
espressivo-Mitbegründerin Ulrike Weinhart. „Das ist auch unser
Anspruch an unsere Geschichten: Begebenheiten aus dem Leben
ausdrucksvoll zu gestalten."
Entsprechend
hatte die Gruppe ein Potpourri aus turbulenten, tiefsinnigen und
mitunter schrägen Texten im Gepäck: Während sich
eine junge Frau in zarten Tönen an das fragile Glück in
„Venedig im Winter" erinnert, endet der Streit eines Paares inmitten
eines teuren Porzellan-Scherbenhaufens.
„Hier in
Fürstenfeldbruck zu lesen, ist für uns etwas ganz
Besonderes", so Weinhart. Das liegt nicht nur daran, dass die
überregionale Gruppe bei ihrer kreativen Zusammenarbeit vor allem
auf das Internet angewiesen ist und die gemeinsamen Lesungen einen
hohen Stellenwert haben. Ulrike Weinhart lebt selbst in Moorenweis und
ist damit im Landkreis ebenso ansässig wie ihre Kollegin Katja
Sacher aus Eichenau, mit der sie espressivo aus der Taufe gehoben hat.
Weinhart: „Nach Lesungen in ganz Deutschland ist es einfach schön,
nun mit unseren Texten vor heimischem Publikum
aufzutreten." red

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Krefelder
veröffentlicht Buch mit Arzt-Witzen
Der Krefelder Joachim Niering hat zusammen mit dem Mediziner Herbert Kammlader das Buch "Schräg-Arzt-Witze" veröffentlicht. Die beiden haben mehr als 550 absurde Arztwitze zusammengetragen. "In ihren subtilen, bisweilen auch platten Doppeldeutigkeiten tun sich Horizonte eines unglaublichen Humors auf", verspricht der Kuuuk-Verlag. Niering, geboren 1957, ist Unternehmensberater und Schuldnerbetreuer in Krefeld. Das Buch kostet zehn Euro. Quelle: Westdeutsche Zeitung, 8.6.2010 |





Trotz – oder gerade wegen – des Zeitdrucks legt die 41-Jährige bereits gesammelte Werke vor: Vier Kurzgeschichten und einen Roman hat sie schon veröffentlicht. Dafür brauchte die Autorin nur zwei Jahre.
Angefangen hat alles in einem Schreibworkshop der Schwerter VHS. „Wer viel liest, fängt irgendwann zwangsläufig an zu schreiben”, lautet Claudia Vieregges Meinung. Sie selbst fühlt sich von den Geschichten Ingrid Nolls inspiriert: „Mein absolutes Vorbild.”
Deshalb war auch der erste Roman ein Krimi. „Aglaia muss sterben” spielt in Bochum, der Geburtsstadt der Schriftstellerin. „Aglaia” kam 2008 und nicht ohne Probleme zur Welt. „Bis dahin hatte ich nur Kurzgeschichten verfasst. An einen Roman aber muss viel mehr Fleisch.”
Das Manuskript ging an die Verlage. Dann begann das Warten. „Ich war in keinem Jahr so häufig am Briefkasten, habe so viele E-Mails gecheckt und so viel Schokolade gegessen.” Bis sich der KUUUK Verlag aus Königswinter meldete. Seither hat die rätselhafte Aglaia ein Zuhause zwischen Buchdeckeln gefunden.
Heute stellt sich Claudia Vieregge den Herausforderungen, die sich ihr bieten. Für einen Wettbewerb der Stadt Augsburg schrieb sie eine Kurzgeschichte, die in der Anthologie „Und übermorgen Augsburg” veröffentlich wurde. In Augsburg sei sie zwar nie gewesen, aber die nötigen Informationen hätte sie auch im Ruhrtal recherchieren können. Den „Karl-May-Faktor”, nennt die Autorin das.
Finanzamt und Kriminalroman sind ein ungleiches Paar. Auch dafür weiß Claudia Vieregge eine Erklärung: „Krimiautoren und Beamte sind vielleicht eher ängstliche Menschen, denen viel mehr Dinge einfallen, die ihnen passieren könnten. Denken Sie mal an Kafka.”



| Wende-Porträts | |||||||||
| Mit der „Welle“ zurück zu den Wurzeln | |||||||||
| Wendelinien. Zwischen Pasewalk und Hamburg unterrichtet Maik Torfstecher Gewaltprävention. Die Jugendlichen erreicht er auch durch seine eigene Geschichte. | |||||||||
|
Von
Susanne Schulz |
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Malchin. Plötzlich ist der Angreifer ausgehebelt – mit einer Bewegung oder auch mit ein paar Worten. Maik Torfstecher weiß, wie sich eine gewaltträchtige Situation entschärfen lässt, körperlich wie verbal, und bringt es Jugendlichen bei. An Schulen zwischen Pasewalk, Greifswald, Rostock und Hamburg tourt der selbstständige Berater regelmäßig in Sachen Gewaltprävention; von Malchin aus, wo der 40-Jährige zu Hause ist. Genauer gesagt: Wieder zu Hause ist. Einige Jahre nach der Wende kehrte er zurück in die Heimat, aus der er 1988 eine dramatische Flucht unternahm. 20 Jahre alt war er damals, und 20 Jahre später verarbeitete er in dem Buch „Die Welle der Angst“, was er empfand, bis er gemeinsam mit einem Freund den Todesstreifen bei Schildow überwunden hatte. Keinen Hehl macht der Autor daraus, dass ihm das Unterfangen aus heutiger Sicht als „extremer jugendlicher Leichtsinn“ erscheint. |
|||||||||
| Der
Text atmet jene Fähigkeit, unbefangen und anschaulich von sich zu
erzählen, mit der Torfstecher auch den Schülern in seinem
Projektunterricht begegnet. „Ich finde Zugang zu ihnen, weil ich
selber
ein Rabauke war“, sagt er. Beim Fahnenappell sei er
regelmäßig nach
vorn gerufen worden – „abwechselnd weil ich Mist gebaut
oder weil ich
gute Leistungen gezeigt hatte“. Als Judoka von früher
Kindheit an hat
der Mann nämlich auch Disziplin und Selbstbeherrschung gelernt
und, so
sieht er es bis heute, als guter Schüler und Sportler einen guten
Stand
gehabt. |
|||||||||
| Und beste
Perspektiven, sollte man meinen. Doch obwohl die Leistungen
„stimmten“
und die Eignungsprüfung gelang, wurde ihm das Sport-Studium in
Leipzig
verwehrt; ebenso nach der Tischlerlehre der Versuch, sich zum
Berufsschullehrer fortzubilden. Bekannte erklärten die Ablehnung
mit
den Verwandten im Westen, „und ich wurde bockig“, sagt
Torfstecher, der
sich bis dahin „nie mit dem politischen System auseinandergesetzt
hatte“. Der aus jener „Bockigkeit“ gestellte
Ausreiseantrag wurde
abgelehnt; der Drang „raus hier“ aber blieb. |
|||||||||
| Eine
Abrechnung mit der DDR jedoch hatte der Malchiner nie im Sinn.
„Wäre
ich geschnappt und eingesperrt worden, dächte ich sicher anders.
Aber
ich hatte eine tolle Kindheit und Jugend – die würde ich all
den jungen
Leuten, mit denen ich heute zu tun habe, nur wünschen.“ Vorm
Geschnappt- werden haben ihn allerdings nur ein paar glückliche
Umstände bewahrt, als er es aufnahm mit Stacheldraht,
Panzersperren,
Wassergraben und der Ungewissheit, ob Hochspannung und
Selbstschussanlagen wirklich, wie international gefordert, abgeschaltet
waren. |
|||||||||
| Und ob die
Grenzer auf ihren Patrouillengängen die Flüchtenden
tatsächlich erst
bemerkten, als der „Todesstreifen“ fast überwunden
war? Dass sie nicht
schossen, dafür dankt ihnen Maik Torfstecher im Epilog seines
Buches.
Gern würde er das auch persönlich tun und hofft, vielleicht
über
behördliche Nachfragen herausfinden zu können, wer damals in
jenem
Abschnitt Dienst tat. |
|||||||||
|
|||||||||
| Bereits Ende 1989 war er das erste Mal nach der
Flucht wieder zu Hause.
Dass unterdessen dem ganzen Land offenstand, wofür er Monate zuvor
sein
Leben riskiert hatte, grämt ihn nicht. „Die
Grenzöffnung war toll“,
sagt er, „nur ging dann alles viel zu schnell.“ Statt
langsamer
Annäherung, die dem Land gutgetan hätte, erlebte er
„Knall auf Fall den
Ausverkauf der DDR“. Die Flucht bereut aber hat er ebenfalls nie:
„So
etwas durchgestanden zu haben, hat mich extrem geprägt“,
blickt der
40-Jährige zurück und scheut sich ein wenig vor dem ihm fast
anmaßend
erscheinenden Vergleich: „Wie bei Menschen, die einen Krieg
erlebt
haben und das Leben dann anders schätzen “ Und er ist stolz
auf das
Buch, mit dem er an seiner Geschichte andere Menschen teilhaben lassen
kann. |
|||||||||
| Und zwar nicht
nur an der Geschichte seiner Flucht: Das Nachempfinden jener
strapaziösen Stunden in Dreck und Nässe bietet immer wieder
Anlässe,
aus seiner Schulzeit zu erzählen, von der Trennung der Eltern und
der
Prägung durch den Sport, von Freunden und der großen Liebe,
die er
zurückließ. „Ohne diese Geschichten wäre das Buch
nicht halb so
spannend“, weiß er und erlebt das auch bei Lesungen, wenn
Vergessenes
wieder präsent wird, Emotionen sich Bahn brechen. Einmal begann
ein
Mädchen im Publikum zu weinen, als er vom Tod seines besten
Freundes
las – sie hatte Ähnliches erlebt. |
|||||||||
| Solchen Verlust zu verarbeiten, war für Maik
Torfstecher eines der
Motive, seine Geschichte aufzuschreiben. Begonnen hat er damit bei
einem seiner Auslandsaufenthalte, auf die ihn seine Leidenschaft
für
Kampfsportarten führte: Brazilian Jitsu in Venezuela, Sambo Combat
in
der Ukraine, Muay Thai Boran in Thailand Zum geistigen Ausgleich wurde
das Buch, das er damals noch keineswegs als Buch sah: „Ich
dachte, ich
suche mir eine Druckerei und zahle 100 Exemplare, die ich verschenken
kann.“ |
|||||||||
| Freunde
ermutigten ihn aber, das Manuskript Verlagen anzubieten, und in
Königswinter bei Bonn fand er dann einen Verleger, mit dem er sich
schnell auf einer Wellenlänge sah. Er habe „noch nie so
viele
Hauptsätze gesehen“, bemerkte Kuuuk-Chef Klaus Jans
zunächst über den
klaren, unverblümten Stil, und er bemerkte auch: „Dieses
Buch lebt vom
Autor – einem Typ, der auf die Menschen zugeht.“ |
|||||||||
|
Veröffentlicht
hat Torfstecher das Buch unter dem Pseudonym Otto von Gehr. Das ist der
Name seines Großvaters, den der Malchiner nicht mehr
kennengelernt hat.
Er weiß nur, dass der sich immer einen Sohn gewünscht und
sich ungemein
auf den Enkel gefreut hatte. Dessen Geburt erlebte er schon nicht mehr;
nun gilt ihm die literarische Hommage. |
|||||||||
| Gewidmet
hat der Autor das Buch seiner achtjährigen Tochter und dem elf
Jahre
alten Sohn, der es gerade liest. Ob und wann die Fortsetzung
vorankommt, hängt davon ab, wie viel Zeit ihm der Beruf dafür
lässt.
Vom aktiven Sport hat sich der Malchiner – vor fünf Jahren
noch
zweifacher Bronzemedaillengewinner bei der Sambo- Weltmeisterschaft in
Nizza – unterdessen verabschiedet. Das fiel nicht ganz leicht,
aber
schließlich gibt es noch sehr viel mehr, das ihm wichtig ist. |
|||||||||
| Der Kontakt zu jungen Leuten gehört
unbedingt dazu, in Zusammenarbeit
mit Trägern wie etwa dem Landespräventionsrat, dem Deutschen
Roten
Kreuz, dem Christlichen Jugendwerk Deutschland (CJD) und mit
unterschiedlichsten Adressaten: Da geht es um
„Problemklassen“,
ausländische Jugendliche, körperlich oder geistig Behinderte;
da gilt
es deutlich zu machen, wie ein Moment der Unbeherrschtheit das ganze
Leben verändert, aber auch, wie man auf physische Übergriffe
reagieren
oder sich mimisch, gestisch, stimmlich behaupten kann. |
|||||||||
| Die
Verschiedenheit der Aufgaben ist der Grund, dass Torfstecher als
Freiberufler existieren kann – immer unter der Voraussetzung,
dass er
sich permanent weiterbildet. Und er weiß auch: „Ich
erreiche nicht
jeden.“ Jüngst erst hatte er es mit einem rechtsradikalen
Jugendlichen
zu tun, „für den war ich mit meinen langen Haaren, meinen
Auslandserfahrungen und meinem Großmeisterrang in einer
russischen
Kampfsportart einfach indiskutabel“. Solche Fälle sind
selten. Viel
öfter erlebt es der Sportler, Autor und Präventionstrainer
als das
Größte an seinem Beruf, „wenn sich Jugendliche
öffnen, die woanders
kein Gehör finden“. |
|||||||||
| Otto von Gehr: Die Welle der Angst. Kuuuk
Verlag, Königswinter. 175 Seiten, 12 Euro. ISBN 978-3-939832-07-2 |
|||||||||

Hintere Reihe von links nach rechts: Simon Brommer (Pianist), Gesina Cramer, Jürgen
Hayer, Mittlere Reihe von links nach rechts: Ulrike Weinhart, Kirsten Bloem, Katharina Offenborn,
Cornelia Fröschl, Vorne: Gustav Friedrich Lawall (Gitarrist)


Obwohl er im Dezember 2008 erst 21 Jahre alt geworden ist, legt der jetzige Deutsch- und Philosophiestudent mit „Auf Abwegen“ bereits sein drittes Buch vor. In Kürze soll es auch eine Lesung mit ihm geben, teilte sein Verlag mit.
Dritte im Bunde der jungen Autoren ist Anne Haferburg. Sie wurde 1979 geboren und wuchs in Wieck auf. Sie besuchte dort die Grundschule und in Greifswald das Humboldtgymnasium, unterbrochen von einem einjährigen Aufenthalt in Texas (USA). Seit 2003 lebt die gelernte Werbekauffrau jetzt in Wien. Auch sie legte einen Roman vor. Er ist im KUUUK-Verlag Königswinter erschienen. Das Unternehmen mit den drei U nennt sich selbst einen innovativen Verlag auf dem Gebiet Kunst und Kultur, Sprache, Literatur, Sach- und Fachbuch. Besonders fördert er Projekte, die kreativ sind. Und genau das ist „Ich hätte Dich geliebt“. Ebenso wie „Auf Abwegen“ ist es als Taschenbuch in Softcover erschienen. Auch Anne Haferburg wählt in ihrem Erstlingswerk die Liebe als Hintergrund der Story. Es geht um Gefühle zwischen den Geschlechtern,als auch um das Hingezogenfühlen zum eigenen Geschlecht.
REINHARD AMLER


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Innenminister Lorenz Caffier, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung ist, übergab heute einen entsprechenden Förderbescheid.
Dabei sprach der Innenminister allen an diesem Projekt Beteiligten seine Anerkennung für ihr außerordentliches Engagement in der Präventionsarbeit aus. Zugleich betonte er den großen Nutzen derartige Projekte.
"Gewalt und Kriminalität weiter zu reduzieren, wird dauerhaft nur gelingen, wenn Präventionsarbeit auch künftig als gesamtgesellschaftliches Anliegen von staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen und Organisationen angesehen und von Bürgerengagement getragen wird", so der Minister. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung wird derartige Projekte deshalb auch weiterhin entsprechend seinen Möglichkeiten unterstützen.
In dem nunmehr geförderten Projekt werden in Zusammenarbeit mit der Polizei, Theaterpädagogen und Mitarbeitern der JVA mit Kindern und Jugendlichen verschiedene Informationsveranstaltungen zu Themen wie Gewalt und gewaltfreie Konfliktlösungen, Sucht und sexualisierte Gewalt durchgeführt.
Zur Unterstützung von Präventionsprojekten stellt das Innenministerium über den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr insgesamt 326.300 EUR zur Verfügung. Dadurch werden landesweit bislang 94 Einzelprojekte gefördert.
In den vergangenen zehn Jahren wurden auf diesem Wege über 1.000 Präventionsprojekte mit ca. 3 Mio. EUR gefördert.

| Deutschland und Welt |
Artikel vom 01.04.2009 Mit der „Welle“ zurück zu den Wurzeln |
| Authentisch. Zwischen
Pasewalk und Hamburg
unterrichtet Maik Torfstecher
Gewaltprävention.
Die Jugendlichen
erreicht er auch durch
seine eigene Geschichte. Von Susanne Schulz Malchin. Plötzlich ist der Angreifer ausgehebelt – mit einer Bewegung oder auch mit ein paar Worten. Maik Torfstecher weiß, wie sich eine gewaltträchtige Situation entschärfen lässt, körperlich wie verbal, und bringt es Jugendlichen bei. An Schulen zwischen Pasewalk, Greifswald, Rostock und Hamburg tourt der selbstständige Berater regelmäßig in Sachen Gewaltprävention; von Malchin aus, wo der 40-Jährige zu Hause ist. Genauer gesagt: Wieder zu Hause ist. Einige Jahre nach der Wende kehrte er zurück in die Heimat, aus der er 1988 eine dramatische Flucht unternahm. 20 Jahre alt war er damals, und 20 Jahre später verarbeitete er in dem Buch „Die Welle der Angst“, was er empfand, bis er gemeinsam mit einem Freund den Todesstreifen bei Schildow überwunden hatte. Keinen Hehl macht der Autor daraus, dass ihm das Unterfangen aus heutiger Sicht als „extremer jugendlicher Leichtsinn“ erscheint. Der Text atmet jene Fähigkeit, unbefangen und anschaulich von sich zu erzählen, mit der Torfstecher auch den Schülern in seinem Projektunterricht begegnet. „Ich finde Zugang zu ihnen, weil ich selber ein Rabauke war“, sagt er. Beim Fahnenappell sei er regelmäßig nach vorn gerufen worden – „abwechselnd weil ich Mist gebaut oder weil ich gute Leistungen gezeigt hatte“. Als Judoka von früher Kindheit an hat der Mann nämlich auch Disziplin und Selbstbeherrschung gelernt und, so sieht er es bis heute, als guter Schüler und Sportler einen guten Stand gehabt. Und beste Perspektiven, sollte man meinen. Doch obwohl die Leistungen „stimmten“ und die Eignungsprüfung gelang, wurde ihm das Sport-Studium in Leipzig verwehrt; ebenso nach der Tischlerlehre der Versuch, sich zum Berufsschullehrer fortzubilden. Bekannte erklärten die Ablehnung mit den Verwandten im Westen, „und ich wurde bockig“, sagt Torfstecher, der sich bis dahin „nie mit dem politischen System auseinandergesetzt hatte“. Der aus jener „Bockigkeit“ gestellte Ausreiseantrag wurde abgelehnt; der Drang „raus hier“ aber blieb. Eine Abrechnung mit der DDR jedoch hatte der Malchiner nie im Sinn. „Wäre ich geschnappt und eingesperrt worden, dächte ich sicher anders. Aber ich hatte eine tolle Kindheit und Jugend – die würde ich all den jungen Leuten, mit denen ich heute zu tun habe, nur wünschen.“ Vorm Geschnappt- werden haben ihn allerdings nur ein paar glückliche Umstände bewahrt, als er es aufnahm mit Stacheldraht, Panzersperren, Wassergraben und der Ungewissheit, ob Hochspannung und Selbstschussanlagen wirklich, wie international gefordert, abgeschaltet waren. Und ob die Grenzer auf ihren Patrouillengängen die Flüchtenden tatsächlich erst bemerkten, als der „Todesstreifen“ fast überwunden war? Dass sie nicht schossen, dafür dankt ihnen Maik Torfstecher im Epilog seines Buches. Gern würde er das auch persönlich tun und hofft, vielleicht über behördliche Nachfragen herausfinden zu können, wer damals in jenem Abschnitt Dienst tat. Mit jenem Moment, in dem er sich auf der anderen Seite des Zauns in die Freiheit fallen lässt und „die Welle der Angst sich in eine Welle des Glücks verwandelt“, beendet der Autor das Buch. Zwei, drei Kapitel sind zwar schon weiter geschrieben, doch sein Verleger riet zu dieser Zäsur. Was folgt, ist schließlich eine andere Geschichte: Er kam in Hannover bei einem Freund unter, der 1987 bei einem Fluchtversuch am Berliner „Checkpoint Charlie“ verhaftet und später von der BRD freigekauft worden war, schaffte es als Judoka schnell ins Bundesleistungszentrum, verpflichtete sich für vier Jahre zur Bundeswehr – und beschloss dann heimzukehren nach Malchin: „Hier sind meine Wurzeln, meine Freunde.“ Bereits Ende 1989 war er das erste Mal nach der Flucht wieder zu Hause. Dass unterdessen dem ganzen Land offenstand, wofür er Monate zuvor sein Leben riskiert hatte, grämt ihn nicht. „Die Grenzöffnung war toll“, sagt er, „nur ging dann alles viel zu schnell.“ Statt langsamer Annäherung, die dem Land gutgetan hätte, erlebte er „Knall auf Fall den Ausverkauf der DDR“. Die Flucht bereut aber hat er ebenfalls nie: „So etwas durchgestanden zu haben, hat mich extrem geprägt“, blickt der 40-Jährige zurück und scheut sich ein wenig vor dem ihm fast anmaßend erscheinenden Vergleich: „Wie bei Menschen, die einen Krieg erlebt haben und das Leben dann anders schätzen …“ Und er ist stolz auf das Buch, mit dem er an seiner Geschichte andere Menschen teilhaben lassen kann. Und zwar nicht nur an der Geschichte seiner Flucht: Das Nachempfinden jener strapaziösen Stunden in Dreck und Nässe bietet immer wieder Anlässe, aus seiner Schulzeit zu erzählen, von der Trennung der Eltern und der Prägung durch den Sport, von Freunden und der großen Liebe, die er zurückließ. „Ohne diese Geschichten wäre das Buch nicht halb so spannend“, weiß er und erlebt das auch bei Lesungen, wenn Vergessenes wieder präsent wird, Emotionen sich Bahn brechen. Einmal begann ein Mädchen im Publikum zu weinen, als er vom Tod seines besten Freundes las – sie hatte Ähnliches erlebt. Solchen Verlust zu verarbeiten, war für Maik Torfstecher eines der Motive, seine Geschichte aufzuschreiben. Begonnen hat er damit bei einem seiner Auslandsaufenthalte, auf die ihn seine Leidenschaft für Kampfsportarten führte: Brazilian Jitsu in Venezuela, Sambo Combat in der Ukraine, Muay Thai Boran in Thailand … Zum geistigen Ausgleich wurde das Buch, das er damals noch keineswegs als Buch sah: „Ich dachte, ich suche mir eine Druckerei und zahle 100 Exemplare, die ich verschenken kann.“ Freunde ermutigten ihn aber, das Manuskript Verlagen anzubieten, und in Königswinter bei Bonn fand er dann einen Verleger, mit dem er sich schnell auf einer Wellenlänge sah. Er habe „noch nie so viele Hauptsätze gesehen“, bemerkte Kuuuk-Chef Klaus Jans zunächst über den klaren, unverblümten Stil, und er bemerkte auch: „Dieses Buch lebt vom Autor – einem Typ, der auf die Menschen zugeht.“ Veröffentlicht hat Torfstecher das Buch unter dem Pseudonym Otto von Gehr. Das ist der Name seines Großvaters, den der Malchiner nicht mehr kennengelernt hat. Er weiß nur, dass der sich immer einen Sohn gewünscht und sich ungemein auf den Enkel gefreut hatte. Dessen Geburt erlebte er schon nicht mehr; nun gilt ihm die literarische Hommage. Gewidmet hat der Autor das Buch seiner achtjährigen Tochter und dem elf Jahre alten Sohn, der es gerade liest. Ob und wann die Fortsetzung vorankommt, hängt davon ab, wie viel Zeit ihm der Beruf dafür lässt. Vom aktiven Sport hat sich der Malchiner – vor fünf Jahren noch zweifacher Bronzemedaillengewinner bei der Sambo- Weltmeisterschaft in Nizza – unterdessen verabschiedet. Das fiel nicht ganz leicht, aber schließlich gibt es noch sehr viel mehr, das ihm wichtig ist. Der Kontakt zu jungen Leuten gehört unbedingt dazu, in Zusammenarbeit mit Trägern wie etwa dem Landespräventionsrat, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Christlichen Jugendwerk Deutschland (CJD) und mit unterschiedlichsten Adressaten: Da geht es um „Problemklassen“, ausländische Jugendliche, körperlich oder geistig Behinderte; da gilt es deutlich zu machen, wie ein Moment der Unbeherrschtheit das ganze Leben verändert, aber auch, wie man auf physische Übergriffe reagieren oder sich mimisch, gestisch, stimmlich behaupten kann. Die Verschiedenheit der Aufgaben ist der Grund, dass Torfstecher als Freiberufler existieren kann – immer unter der Voraussetzung, dass er sich permanent weiterbildet. Und er weiß auch: „Ich erreiche nicht jeden.“ Jüngst erst hatte er es mit einem rechtsradikalen Jugendlichen zu tun, „für den war ich mit meinen langen Haaren, meinen Auslandserfahrungen und meinem Großmeisterrang in einer russischen Kampfsportart einfach indiskutabel“. Solche Fälle sind selten. Viel öfter erlebt es der Sportler, Autor und Präventionstrainer als das Größte an seinem Beruf, „wenn sich Jugendliche öffnen, die woanders kein Gehör finden“. Otto von Gehr: Die Welle der Angst. Kuuuk Verlag, Königswinter. 175 Seiten, 12 Euro. ISBN 978-3-939832-07-2 |

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Am Sonntagabend war ein Autofahrer nach rund 35 Metern Flug ins Dach der Stadtkirche gekracht. Der 23-jährige Fahrer, der schwer verletzt wurde, war offenbar viel zu schnell unterwegs und raste in einer Kurve geradeaus weiter. Eine Böschung diente als Sprungschanze. (epd/nz)

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vom 24.12.2008 Publikum regt Lesung an |
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der
Buchhandlung
Steffen bei einer Signierstunde in Teterow und Malchin. Die
Buchhandlung lud am Sonnabend in beiden Städten den Autor Maik Torfstecher in die Geschäfte
ein. Maik Torfstecher hatte unter dem Pseudonym Otto von Gehr das Buch „Welle der Angst“ erfolgreich auf den Markt gebracht. „Es hat sich zu
einem echten Renner
entwickelt“, freut sich Cornelia Steffen. Es sei schön zu
sehen, dass
sich auch literarisch etwas in der Region entwickelt und ein Malchiner
so erfolgreich als Autor
auftritt. So fand manch persönlicher Satz den Weg ins Buch
und wer wollte, erfuhr im Gespräch mit dem Autor nebenbei noch
viel
Persönliches. Im Frühjahr will Cornelia Steffen dann in
Malchin eine
Lesung gemeinsam gestalten, da es bereits viele Nachfragen zu einem
solchem Abend gab. Nebenbei erfuhr das Publikum noch von einem anderen
jungen Mann, dass er ebenfalls an eigenen Geschichten schreibt.
|

"Ich bin hier 1968 geboren. Meine Eltern lebten in Höntrop", sagt Claudia Vieregge, die ihre Schulfreunde von der Grundschule Preins Feld und später von der Hellweg Schule unter ihrem Mädchennamen Claudia Tönges in Erinnerung haben dürften.
Nach dem Gymnasium wechselte sie an die Kaufmännischen und entschloss sich, Finanzwirtin zu werden. "Ich arbeite heute in Teilzeit beim Finanzamt in Dortmund-Hörde", erzählt die Mutter von Matthias und Moritz. Nun hat die Sprache in amtlichen Schreiben der Finanzbehörde etwa so viel mit Literatur zu tun wie Maschinenfett mit selbstgemachter Erdbeermarmelade - "Ich liebe meine Arbeit im Amt und ebenso meine Schreiberei. Für mich ist das literarische Schreiben ein herrlicher Ausgleich zum Arbeitsalltag". 2004 entdeckte Claudia Vieregge ihre schriftstellerische Lust und Begabung. Eine Tageszeitung hatte die Leser eingeladen, selbst die Handlung eines Romans zu gestalten. Die Finanzbeamtin machte mit und fand Spaß am Schreiben. Es folgten VHS-Kurse, die Mitgliedschaft in der Autorengemeinschaft "Espressivo" und Kurzgeschichten-Beiträge zu Anthologien.
Auch die Grundidee zum aktuellen Roman entsprang einer Kurzgeschichte. "Freischwimmen" hatte Claudia Vieregge sie genannt.
Dem Wattenscheider Krimifreund, dürfte das Eintauchen in die Fiktion von "Aglaia muss sterben" besonders leicht fallen, spielen sich doch entscheidende Passagen der Handlung in Old Wattsche ab. Melanies Schulfreundin Kirsten, identisch mit der Titelfigur Aglaia, stirbt in einer Tiefgarage in der Nähe der Oststraße, ihre Leiche wird wenig später in einer Wohnung unweit des Saarlandbrunnens gefunden und auch im weiteren Verlauf der erstaunlichen Handlung trifft der Wattenscheider Krimi-Freund immer wieder auf Vertrautes.
Dabei legt Claudia Vieregge Wert darauf, dass ihr Debut-Roman nicht allein ein Krimi ist. "Ich denke, kriminaler Roman ist eine gute Bezeichnung, denn es geht nicht allein um Verbrechen und Mördersuche, sondern ich habe versucht, meine Beobachtungen jener speziellen Konkurrenz, die oft unter Frauen herrscht, Raum zu geben."
Das im KUUUK-Verlag erschienene Buch hat 225 Seiten und kostet 12 Euro.
http://www.kuuuk.com/claudia_vieregge_aglaia_muss_sterben.htm
http://www.amazon.de/Aglaia-muss-sterben-Kriminaler-Roman/dp/393983209X/

Der Grund dafür ist der gewaltsame Tod einer jungen Frau, der sie nahe steht. Aber während Melanie in die Hellwegstadt zurückkehrt, weil ein Pistolenschuss ihre Jugendfreundin Kirsten vom Leben zum Tode beförderte, spielt sich das Drama Claudias in der fiktiven Welt ihrer Fantasie ab. Dank des Kuuuk-Verlages, in dem der Krimi „Aglaia muss sterben” erschienen ist, hat der geneigte Leser Gelegenheit daran teilzuhaben. Und dem Wattenscheider Krimifreund, dürfte das Eintauchen in die Fiktion besonders leicht fallen, spielen sich doch entscheidende Passagen der Handlung in Old Wattsche ab.
Der „kriminale Roman” der gebürtigen Wattenscheiderin, die im Hauptberuf Finanzbeamtin ist, hat 225 Seiten und kostet 12 Euro.

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29.11.2008


AGLAIA ist auch zu finden beim SYNDIKAT, dem Zusammenschlus der Krimischreibenden
.... und damit auch DER Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur
http://das-syndikat.com/?p=3108

| Artikel
vom 20.11.2008 Der Buchtipp im Anzeigenkurier |
| „Welle der Angst“ zeichnet Flucht nach |
Teterow
(AK/openPR). In
einem neuen Buch des KUUUK-Verlages,
welches am 13. August erschienen ist, wird eine ganz eigene
Fluchtgeschichte beschrieben.
1988, ein Jahr vor dem Zusammenbruch der DDR, macht sich jemand auf: Er flieht – und zwar von Schildow nach Berlin (West). In dem sowohl streng autobiographischen als auch literarischen Bericht einer Flucht findet sich der Leser da wieder, wo tausende von Mutigen sich fanden: Im Todesstreifen. „Hauptsache ,rübermachen‘!“ – Das war die Devise. Otto von Gehr beschreibt, wie er als junger Mann – in einer fast schon spontan zu nennenden Wahnsinnsaktion – der DDR den Rücken kehren wollte und sich unter den allergrößten Gefahren letztendlich glücklich nach West-Berlin rettet. In seine dramatische Schilderung sind (auf dem Weg der Rückblende) wichtige atmosphärische Details über den Alltag der DDR eingeflossen, so dass das Buch sowohl eine aufregende und zudem wahre Geschichte der Flucht enthält, als auch das alltägliche Leben der DDR widerspiegelt, wie es viele in diesem Bericht auch wiedererkennen werden. Wäre Otto von Gehr diese Flucht nicht geglückt, würden man dieses Buch heute nicht in Händen halten. Seine authentische Geschichte bewegt – übrigens auch diejenigen, die vielleicht eine relativ sorgenfreie Jugend im Westen genießen durften. Vielleicht war der überaus gefährliche Verlauf dieser Flucht auch ein wesentlicher Grundstein für sein heutiges erfolgreiches Leben. Otto von Gehr wurde in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Neben einer klassischen Berufsausbildung beschäftigte er sich früh mit Judo und diversen Kampfsportarten. Nach seiner Flucht via Berlin (West) ist er wieder in seine Heimatregion zurückgekehrt. Heute ist er vielfältig aktiv, sowohl im Sport als auch in der Gewaltprävention. Unternehmerisch betreibt er zudem einige interessante Projekte. „Die Welle der Angst“ ist sein erstes Buch. Otto von Gehr: „Die Welle der Angst – Meine Flucht aus der DDR“, KUUUK Verlag, Königswinter, ISBN 978-3-939832- 07-2.www.kuuuk.com |


Beim damals 19-jährigen Judoka Otto von Gehr brannten die Sicherungen durch. Weg! Bloß raus aus der DDR! 1988, ein Jahr vor dem Zusammenbruch und der Wende, kehrte er gemeinsam mit einem Freund dem Arbeiter- und Bauernstaat den Rücken, überwand die Berliner Mauer dort, wo es sie für ein paar hundert Meter nicht gab: Schildow auf DDR-Seite und Westberlin waren dort durch eine Sumpflandschaft und das Tegeler Fließ getrennt. Jemand, der sich dort auskannte und durchtrainiert war, hatte an dieser Stelle eine Chance. Die beiden jungen Leute begaben sich in Lebensgefahr, hatten Todesangst, wurden fast erschossen – kamen aber durch.
In dem sowohl streng autobiographischen als auch literarischen Bericht seiner Flucht beschreibt Otto von Gehr, wie er als junger Mann – in einer fast schon spontan zu nennenden Wahnsinnsaktion – die DDR verließ, um im Westen Deutschlands ein neues Leben zu beginnen. In seine dramatische Schilderung sind – auf dem Weg der Rückblende – wichtige atmosphärische Details über den Alltag in der DDR eingeflossen, sodass das Buch sowohl eine aufregende und zudem wahre Geschichte einer Flucht enthält als auch das alltägliche Leben der DDR widerspiegelt, wie es viele aus eigener Erfahrung wiedererkennen werden.
„Die Welle der Angst. Meine Flucht aus der DDR“ – so heißt das Buch von Otto von Gehr, das vor zwei Wochen im Kuuuk-Verlag in Königswinter bei Bonn erschien. Die OZ traf den Autor vor ein paar Tagen im Kühlungsborner Hafen. Was unkompliziert war, denn der heute 40-Jährige lebt seit gut einem Jahr im Ostseebad, fand hier eine neue Lebenspartnerin und ein neues Zuhause.
„Hallo, ich bin Maik Torfstecher“, stellte er sich vor und berichtete, dass Otto von Gehr ein Pseudonym ist, eine Verbeugung vor seinem Großvater. Und beim näheren Kennenlernen stellte sich schnell heraus: Der Mann ist genauso interessant wie die dramatische Fluchtgeschichte aus seiner Jugend. Mindestens.
Der Judoka wandte sich nach seiner Flucht aus der DDR auch anderen Kampfsportarten wie Jiu-Jitsu und Sambo zu. Im Sambo brachte er es 2003 sogar zu einem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Nizza. „Sambo ist eine russisch-sowjetische Kampfsportart, die neben eigenen auch Elemente aus dem Boxen, Karate, Jiu-Jitsu und Judo enthält“, erklärt Maik Torfstecher.
Er wurde Kampfsportlehrer, absolvierte sozialpädagogische Weiterbildungen. Was ihn schließlich für seine heutige Tätigkeit qualifizierte: Torfstecher ist – schwerpunktmäßig in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – in Schulen und Jugendeinrichtungen als Gewaltpräventions-Trainer und Lehrer in Anti-Aggressionstechniken unterwegs. Und gut im Geschäft, wie er sagt (Kontakt: ☎ 0172/30 20 814).
„Eltern, die durch die Extreme – entweder den stressigen Job oder das Hartz IV-Elend – überfordert und abgestumpft sind, keinen Nerv mehr für die Kinder haben. Kids, die unter Reizüberflutung oder Vernachlässigung leiden: Das ist der Nährboden von Aggression und Gewalt schon unter den Jüngsten“, weiß er.
Das
Buch ist auch
____________ zu
danken. „Ich hatte 2003 ein paar Seiten geschrieben. _______ las
sie
und
drang förmlich darauf, dass ich die Geschichte zu Ende
schreibe.“ Woran
sie recht tat, denn „Die Welle der Angst“ ist ein
spannendes Buch
geworden.
http://www.kuuuk.com/otto_von_gehr_die_welle_der_angst.htm
http://www.amazon.de/Die-Welle-Angst-Meine-Flucht/dp/3939832073/







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